Projekt Netzwerk 2011/12
Viele Museen haben sich letztes Jahr an der Umfrage beteiligt, die das Amt für Kultur zur wirtschaftlichen Situation der lokalen und regionalen Museen im Kanton Graubünden erarbeiten liess.
Das Amt für Kultur will die regionalen Netzwerke stärker fördern und informiert die Museen von Februar bis März 2011 über mögliche Projekte in den einzelnen Regionen. Die Museen werden zur Zusammenarbeit aufgefordert und können gemeinsame Projektideen beim Amt für Kultur einreichen.
Arbeiten am kantonalen Museumskonzept – Frühjahr 2010
Im Auftrag des Amtes für Kultur hat die Firma Rütter + Partner eine umfangreiche Studie zur wirtschaftlichen Lage und Leistung der Bündner Museen verfasst. Sehr viele Museen haben sich daran beteiligt – das gibt den Ergebnissen besonderes Gewicht. Die Resultate wurden an der Mai-Generalversammlung von MGR vorgestellt. Gleichzeitig hat der Vorstand von MGR seine Positionen präsentiert. Diese wurden in ihren Grundzügen von der Versammlung verabschiedet.
MGR definiert vier Hauptziele, die eine zukünftige Förderpolitik leiten sollten. Sie lauten wie folgt:
ZIEL 1: Den Erhalt der beweglichen Kulturgüter sowie die Sicherstellung der in Museen akkumulierten Werte und Arbeiten gewährleisten.
ZIEL 2: Die Rolle der Museen für Bewusstseins- und Identitätsbildung der kommenden Generationen stärken.
ZIEL 3: Das vorhandene Potential der Museen für die touristische Angebotsgestaltung entfalten.
ZIEL 4: Die soziokulturelle Arbeit der Museen im ehrenamtlichen, bzw. volkskulturellen Sektor der Gemeinden und Regionen unterstützen.
Die Wertschöpfungsstudie gibt dem Amt für Kultur eine solide Datenbasis, um daraus mögliche Förderkonzepte zu entwickeln. Auch die Positionen von MGR, die der Dachverband als Vertreter der zukünftigen Nutzniesser der neuen Fördermassnahmen eingebracht hat, sollen in die Erarbeitung einfliessen. Eine amtsinterne Arbeitsgruppe ist nun mit der Bearbeitung des definitiven Konzeptes beschäftigt.
Die "Südostschweiz am Sonntag" berichtete
am 11. April 2010
Arbeiten am kantonalen Museumskonzept
Bis im Herbst 2009 erarbeitet das Amt für Kultur eine Datenbasis, um daraus mögliche Förderkonzepte zu entwickeln. Die qualitativen Seiten der Problematik von Regional- und Lokalmuseen sind bereits gut bekannt: Es gibt den "Lagebericht über die Bündner Museen" von Dora Lardelli aus dem Jahr 2002 und es gibt die Erfahrungen aus dem Regio Plus Projekt Museenland GR.
Umfrage zur sozioökonomischen Situation der Museen in Gaubünden
Was fehlt ist eine quantitative Datengrundlage zu:
- Beschäftigung
- Ehrenamtlichkeit
- Kosten
- Finanzierungen und
- Investitionen der Museen von MGR.
Um diese Lücke zu schliessen hat das Amt für Kultur
Rütter + Partner, eine auf sozioökonomische Forschung und Beratung spezialisierte Firma damit beauftragt, eine Umfrage bei den Museen in Graubünden durchzuführen. Mit Datum 7.8. 2009 hat das Amt für Kultur einen anspruchsvollen Fragebogen verschickt! Wir bitten alle Museumsleiterinnen und -leiter, diesen Fragebogen trotz grossen Anforderungen auszufüllen. Die Beschäftigung mit den eigenen Betriebszahlen und den freiwillig geleisteten Stunden ist von grossem Interesse. Auch tragen alle, die den Fragebogen ausfüllen, in verdankenswerter Weise dazu bei, dass eine zukünftige Museumspolitik mit Hand und Fuss entwickelt werden kann.
Und... zögern Sie nicht, das Team von Rütter + Partner anzurufen, bevor Sie den Fragebogen zur Seite legen.
Raster und Beispiel zur Erhebung der Ehrenamtlichkeit
Zur Berechnung der ehrenamtlich geleisteten (Gratis-)arbeit in einem Museum, haben wir ein Raster (Excel-Tabelle) entwickelt, das Sie herunterladen können. Es handelt sich dabei um einen Vorschlag, wie man vorgehen kann, um zu einigermassen verlässlichen Zahlen zu kommen. Wir unterscheiden zwischen Sitzungen, Mitmachen bei Anlässen, ehrenamtlichen Betriebsmitarbeitern und Arbeit von einzelnen Personen hinter den Kulissen eines Museums. Auch zählen wir die in einem Gönnerverein geleisteten Arbeitsstunden dazu.
Die eingefügten Zahlen sind Beispiele!
Hier das Raster. Jeder Museumsleiter/-in kann die Tabelle mit den eigenen Zahlen "füttern".
Regierungsprogramm 2009-2012
Die Regierung des Kantons Graubünden hat das Regierungsprogramm 2009–2012 präsentiert. Die Umsetzung des Auftrags von Grossrat Martin Montalta hat in der Programmgestaltung ihren Niederschlag mit "Erstellung eines gesamtkantonalen Museumskonzeptes" gefunden.
Im weiteren sind die drei aufgeführten Aktivitäten
- "Aufwertung des Bündner Kunstmuseums durch einheimische Architektur der Weltklasse",
- "Konsolidierung von "graubündenKULTUR" und gezielte Ausweitung der Marketing-Massnahmen" sowie
- "Konzentration des Depotplatzes und Datenbanken zeitgemäss aufbereiten"
für die Museen von grosser Bedeutung. Das Programm wurde vom Grossen Rat in der Junisession 2008 zur Kenntnis genommen. Der Vorstand von MGR sieht zuversichtlich der Entwicklung des kantonalen Museumskonzeptes entgegen.
Museumspolitik im Kanton Graubünden
Die kantonale Museumspolitik soll in den nächsten Jahren neu definiert und verstärkt werden – dies fordern Grossrat Montalta (Kreis Ilanz) und weitere 54 mitunterschreibende Grossräte mit einem am 18. Oktober 2006 eingereichten Auftrag an die Regierung.
Mit diesem Begehren streben die Initianten die Stärkung einer vielfältigen Museumslandschaft im Kanton Graubünden an mittels einer verbindlich definierten Museumspolitik. Diese Ziele decken sich vollumfänglich mit denen von Museen Graubünden (MGR).
Am 14. Februar 2007 hat der Grosse Rat den Auftrag Montalta mit 59:29 Stimmen überwiesen. Regierungsrat Claudio Lardi hat das Anliegen entgegen genommen.
Was Grossrat Montalta in seinem Auftrag fordert finden Sie hier als pdf zum Ausdrucken: Wortlaut Auftrag Montalta.
Der Vorstand von Museen Graubünden hat sich mit dem Thema Bündner Museumspolitik befasst. Er hat die folgende Stellungnahme verabschiedet.
Die Stellungnahme ist hier parat zum Ausdrucken.
Die Generalversammlung von MGR hat den Vorstand im Mai damit beauftragt, sich beim Departement Lardi über das weitere Vorgehen in dieser Sache zu erkundigen. Hier
der Brief vom 25. Juni 2007 an RR Lardi.
Auf diesen Brief hat uns die Regierung geantwortet, dass die Entwicklung eines kantonalen Konzeptes zur Förderung der Museen in das Regierungsprogramm 2009–2012 aufgenommen werde. Die Regierung will auch zuerst die Ergebnisse des Regio Plus Projekts Museen Graubünden abwarten.
Museumspolitik im Nachbarkanton Tessin
Natürlich ist auch interessant, was andere Kantone machen. Der Kanton Tessin hat 10 Regionalmuseen mit einem Leistungsauftrag zu vermehrter Aktivität verpflichtet, lesen Sie selbst: Museumspolitik Tessin

